Sonntag, 21. August 2011

Infos über mich, mein Projekt und meine Trägerorganisation


Hallo erstmal, 

am besten stell ich mich gerade noch mal vor,  ich bin die Sandra, 19, und komme aus Kerpen der Geburtsstadt von Adolph Kolping. Im Juli 2011 habe ich nach 13 langen Jahren am Gymnasium der Stadt Kerpen endlich die Schule mit der allgemeinen Hochschulreife abgeschlossen. Wie alle anderen Abiturienten musste auch ich mir so langsam ernsthaft Gedanken über meine Zukunft machen. Studium? Ausbildung? Arbeiten oder doch erstmal was von der Welt sehen?

Für mich stand eigentlich schon seit ein paar Jahren fest, dass ich vor dem Studium erst einmal eine "Auszeit" einlegen und die Welt erkunden möchte. Schon während meiner Schulzeit habe ich versucht, so oft wie möglich an Austauschprogrammen teilzunehmen. So habe ich 2007 beim Schüleraustausch mit der Belleville Mennonite School in Pennsylvania, USA mitgemacht. Da habe ich so gute Erfahrungen gemacht, dass ich 2008-09 für 5 Monate erneut dorthin gereist und dort zur Schule gegangen bin. 2009 habe ich außerdem noch an dem Austausch mit unserer Partnerschule in Simrishamn, Schweden, teilgenommen. 

Durch eine Veranstaltung zum Thema "Freiwilliges Soziales Jahr", die vor einiger Zeit an meiner alten Schule stattgefunden hat, wo Ehemalige unserer Schule von ihren Erfahrungen während ihres FSJ berichtet haben, bin ich auf die Idee gekommen so etwas auch zu machen. Seither hat mich diese Idee nicht mehr losgelassen, und da bin ich nun und reise bald für 10 Monate nach Ghana um im Rahmen des Internationalen Jugendfreiwilligendienstes in Agona Swedru, einer Stadt mit ca. 45.000 Einwohnern, ca. 1 Stunde von Accra, der Hauptstadt Ghanas, entfernt, an der Swedru International School (SWIS) den Unterricht für Kinder zwischen drei und zwölf mit zu gestalten und dort diverse Fächer zu unterrichten. 

Organisiert wird das ganze vom Kolpingwerk, meiner Trägerorganisation. Das Kolpingwerk wurde im 19. Jahrhundert von Adolph Kolping gegründet, um anderen Menschen zu helfen. Kolping, der zuerst eine Lehre zum Schuhmacher gemacht hat, ist gläubiger Katholik gewesen und später Priester geworden. Obwohl das Kolpingwerk auch heute noch auf christlichen Moralvorstellungen basiert, ist es nicht nur darauf begrenzt Christen zu helfen. Seit der Gründung Kolpings ist das Kolpingwerk stetig gewachsen und hat sich geographisch ausgeweitet. Inzwischen ist es in mehr als 60 Ländern tätig. 2011-2012 verschickt das Kolpingwerk über 30 Freiwillige in 8 Länder. Das Kolpingwerk arbeitet eng zusammen mit ARA (Agricultural and Rural Development Association), der Partnerorganisation vor Ort in Ghana, die mich und andere Freiwillige dort betreuen wird.  

Wie die meisten Sachen im Leben gibt’s auch diese Reise nicht umsonst. Der Internationale Jugendfreiwilligendienst wird durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert. Trotzdem muss ich einen Eigenanteil von 3000 € aufbringen. Das Kolpingwerk hat vorausgesetzt, dass ich mir dafür einen Förderkreis aufbaue. Dadurch muss der Freiwillige, also ich, den Beitrag nicht alleine tragen und so werden andere Menschen auf die momentane Entwicklungspolitik in Deutschland aufmerksam gemacht. 

An dieser Stelle möchte ich ganz herzlich allen danken, die mir mit ihren Spenden die Reise nach Ghana ermöglicht haben! VIELEN DANK! 
 

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